Neue Pramsohler-CD: Huldigung an Corelli

Es ist eine kleine Sensation neu interpretierter Barock-Musik und auch der Klassik-Blog ouverture berichtete kürzlich darüber. Die Rede ist von der am 18. Oktober erschienenen Johannes Pramsohler CD. Darauf widmet sich der Geiger ganz den Violinsonaten bedeutender Barock-Komponisten. Im Mittelpunkt befindet sich dabei stets der Italiener Arcangelo Corelli.

300 Jahre…

Johannes Pramsohler CoverEin wichtiger Grund für die Entstehung dieser Kammermusik-Sammlung ist der 300. Todestag von Arcangelo Corelli. Die Werke des Komponisten prägten Generationen von Geigern sowie die gesamte barocke Violin- und Kammermusik. Mit einer rasanten Geschwindigkeit und weit über die italienischen Grenzen hinaus haben sich seine Kompositionen ausgebreitet. Zwar stammen die ausgesuchten Sonaten auch von anderen Komponisten, nämlich von Georg Philipp Telemann, Jean-Marie Leclair, Georg Friedrich Händel und Giovanni Henrico Albicastro, doch auch diese Künstler standen teils in einer direkten, teils über Generationen verknüpften Beziehung zu Corelli.
Mit der Zahl 300 ist Pramsohler auch persönlich eng verbunden, denn er besitzt die ebenso alte Pietro Giacomo Rogeri Geige. Diese gehörte zuvor Reinhard Goebel, mit dem Pramsohler viel zusammengearbeitet hat. Das aus dem Jahr 1713 stammende Instrument weicht seit 2008 nicht mehr von seiner Seite.

Eigene CD beim eigenen Label

Johannes Pramsohler zählt zu den jüngsten Musikern, die sich aktuell mit einer Historischen Aufführungspraxis befassen. Nach der Ausbildung in Bozen, London und Paris sowie Meisterkursen bei mehreren namhaften Barockgeigern konnte sich der junge Virtuose international behaupten. Und nicht nur am Instrument beweist Pramsohler außerordentliches Talent, auch mit organisatorischen und leitenden Aufgaben kann er hervorragend umgehen. So ist er neben seiner Tätigkeit als Solist unter anderem Konzertmeister. 2013 schließlich gründete er sein eigenes Label Audax Records, bei dem seine selbst produzierte Violinsonaten-CD ihren Einstand feiert. Er und der Cembalist Philippe Grisvard haben somit ein würdiges Andenken an Corelli und die barocke Violinmusik geschaffen.

Virtueller Musiklehrer gewinnt IQ Innovationspreis 2013

Der virtuelle Musiklehrer ist der Sieger des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland in der Kategorie Informationstechnologie. Die Software ermöglicht das orts- und zeitunabhängige Erlernen eines Instruments, ohne dass ein Musiklehrer zwingend dabei sein muss.

Die Software als Musiklehrer

InnovationspreisViele Kinder möchten gerne ein Musikinstrument lernen. Einen Platz an einer lokalen Musikschule zu bekommen gestaltet sich allerdings häufig als schwierig. An diesem Problem setzt der virtuelle Musiklehrer an. Erfunden wurde das Verfahren von den beiden Musikenthusiasten Carlo Queitsch und Thomas Kuwatsch, entwickelt wurde die Lernsoftware von Ron Gastler, Mandy Hantke und Oliver Kobe an der HTWK Leipzig. Der virtuelle Musiklehrer ermöglicht durch seine verschiedenen innovativen Funktionen einen angeleiteten Musikunterricht.

Mit dem Mikrofon des Laptops prüft die Audiokontrolle des Programms die Korrektheit von Melodie, Rhythmik und Dynamik. Hinzu kommt zukünftig eine detaillierte Kontrolle der Spielhaltung des Schülers. Hierzu greift eine Gestenerkennung auf die Laptop-Kamera zu und wertet Sitzhaltung, Bogenposition und ähnliche wichtige Parameter aus.
In verschiedenen Lektionen gibt der virtuelle Musiklehrer jeweils Anleitungen, Aufgaben sowie umfassendes Feedback, das zu einem schnellen Fortschritt führt – ohne dass der Spaß am Musizieren zu kurz kommt.

Bisher können fünf verschiedene Instrumente mit dem virtuellen Musiklehrer erlernt werden:

  1. Gitarre
  2. Flöte
  3. Trompete
  4. Melodica
  5. Posaune

Preis unterstützt Vermarktung

Das „IQ“ im IQ Innovationspreis steht für Innovationsquotient. Und da dieser bei dem virtuellen Musiklehrer besonders groß ist, wurde der diesjährige Innovationspreis Mitteldeutschland im Cluster Informationstechnologie an die Leipziger Entwickler der Lernsoftware vergeben. Der Preis, welcher jährlich in fünf unterschiedlichen Kategorien verliehen wird, ist ein Projekt der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Ziel ist es, neuartige und marktfähige Produkte oder Dienstleistungen zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovationen der mitteldeutschen Wirtschaft zu steigern. Den Entwicklern gibt der IQ Innovationspreis somit die Chance, den Markt auf ihre Software aufmerksam zu machen und einen erfolgreichen Verkauf zu ermöglichen.