RIAS-Kammerchor: Groupe des Six-Musik im Institut Francais

Interview RIAS-Kammerchor

Jörg Genslein und Christian Mücke verraten Details zu ihrer Aufführung

Im Blogeintrag von Hagen Kohn bei Vio World sind wir auf ein interessantes Video gestoßen. Darin geben Jörg Genslein, künstlerischer Leiter sowie Christian Mücke, Tenor-Sänger des RIAS-Kammerchors Hintergrundinformationen zur Groupe des Six, einer Komponistengruppe aus Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts. Am 8. November führte der RIAS-Kammerchor im Institut Francais de Berlin ausgewählte Stücke der Groupe des Six auf.

Kammerkonzert an ungewöhnlichem Ort

Der RIAS-Kammerchor war am Freitag, den 8. November im Rahmen ihrer Konzerte an ungewöhnlichen Orten zu Gast im Institut Francais de Berlin.Das Institut befindet sich seit 1950 im Maison de France am Kurfürstendamm der Bundeshauptstadt. Es hat sich die Förderung französischer Kultur und Sprache zur Aufgabe gemacht. Deshalb bietet das Institut Francais nicht nur Französisch-Sprachkurse an – als einzige Institution in ganz Berlin können hier DELF-Prüfungen abgelegt werden –, es finden auch regelmäßig Konzerte, Theaterstücke, Lesungen und vielfältige andere Kunstprojekte statt. Dies dient dem Austausch europäischer Länder sowie dem internationalen Dialog.
Für das Institut selbst mag es nicht sehr ungewöhnlich erscheinen, einen Kammerchor bei sich begrüßen zu dürfen. Doch aus Sicht des Kammerchors ist ein Sprachzentrum kein üblicher Ort für solch ein Konzert.

Musik einer ungewöhnlichen Gruppierung

Der Name „Groupe des Six“ stammte nicht von der Komponistengruppe selbst und sie war auch lange nicht so organisiert und durchstrukturiert wie manch einer glauben mag. Im Jahr 1918 schlossen sich lediglich fünf Männer und eine Frau zusammen, um ein wenig miteinander zu komponieren.
Die Gruppe setzte sich zusammen aus:

  • Georges Auric
  • Louis Durey
  • Arthur Honegger
  • Darius Milhaud
  • Francis Poulenc
  • Germaine Tailleferre

Eine gemeinsame Eigenschaft der sechs Komponisten war die Ablehnung der romantischen, sprich wagnerianischen Musik. Auch wendeten sie sich vom musikalischen Impressionismus ab, wie ihn Claude Debussy prägte. Stattdessen wandte sich die Groupe des Six Unterhaltungsmusikformen wie dem Jazz oder der Zirkus-Musik zu. Das Ergebnis dieser Kooperation zeigte sich 1921 in Form des Ballett-Stücks „Les Mariés de la Tour Eiffel“ (Die Hochzeit auf dem Eiffelturm).
Weitere Hintergrundinformationen zur Groupe des Six und einen Einblick in die musikalische Darbietung des RIAS-Kammerchors gibt es in diesem Video:

(Bild: Screenshot youtube.de)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>