Virtueller Musiklehrer gewinnt IQ Innovationspreis 2013

Der virtuelle Musiklehrer ist der Sieger des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland in der Kategorie Informationstechnologie. Die Software ermöglicht das orts- und zeitunabhängige Erlernen eines Instruments, ohne dass ein Musiklehrer zwingend dabei sein muss.

Die Software als Musiklehrer

InnovationspreisViele Kinder möchten gerne ein Musikinstrument lernen. Einen Platz an einer lokalen Musikschule zu bekommen gestaltet sich allerdings häufig als schwierig. An diesem Problem setzt der virtuelle Musiklehrer an. Erfunden wurde das Verfahren von den beiden Musikenthusiasten Carlo Queitsch und Thomas Kuwatsch, entwickelt wurde die Lernsoftware von Ron Gastler, Mandy Hantke und Oliver Kobe an der HTWK Leipzig. Der virtuelle Musiklehrer ermöglicht durch seine verschiedenen innovativen Funktionen einen angeleiteten Musikunterricht.

Mit dem Mikrofon des Laptops prüft die Audiokontrolle des Programms die Korrektheit von Melodie, Rhythmik und Dynamik. Hinzu kommt zukünftig eine detaillierte Kontrolle der Spielhaltung des Schülers. Hierzu greift eine Gestenerkennung auf die Laptop-Kamera zu und wertet Sitzhaltung, Bogenposition und ähnliche wichtige Parameter aus.
In verschiedenen Lektionen gibt der virtuelle Musiklehrer jeweils Anleitungen, Aufgaben sowie umfassendes Feedback, das zu einem schnellen Fortschritt führt – ohne dass der Spaß am Musizieren zu kurz kommt.

Bisher können fünf verschiedene Instrumente mit dem virtuellen Musiklehrer erlernt werden:

  1. Gitarre
  2. Flöte
  3. Trompete
  4. Melodica
  5. Posaune

Preis unterstützt Vermarktung

Das „IQ“ im IQ Innovationspreis steht für Innovationsquotient. Und da dieser bei dem virtuellen Musiklehrer besonders groß ist, wurde der diesjährige Innovationspreis Mitteldeutschland im Cluster Informationstechnologie an die Leipziger Entwickler der Lernsoftware vergeben. Der Preis, welcher jährlich in fünf unterschiedlichen Kategorien verliehen wird, ist ein Projekt der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Ziel ist es, neuartige und marktfähige Produkte oder Dienstleistungen zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovationen der mitteldeutschen Wirtschaft zu steigern. Den Entwicklern gibt der IQ Innovationspreis somit die Chance, den Markt auf ihre Software aufmerksam zu machen und einen erfolgreichen Verkauf zu ermöglichen.

Bachfest Leipzig: Amarcord beeindrucken Publikum

Amarcord BachfestIm Jahr ihres 20. Jubiläums brachte das Vokalensemble Amarcord die Besucher des Leipziger Bachfestes zum Staunen. Mit einer gesanglich höchst anspruchsvollen Darbietung des Volksliedes “Es klappert die Mühle am rauschenden Bach” zeigten Amarcord einmal mehr, welche Möglichkeiten in rein vokaler Musik stecken.

Gegründet aus ehemaligen und aktiven Mitgliedern des Thomanerchores konnte sich Amarcord zu einem der führenden Vokalensembles entwickeln. Heute blicken die Leipziger auf über 1.000 Auftritte zurück, die sie auf der ganzen Welt absolviert haben. Mit dem a cappella Festival haben die Mitglieder des Ensembles außerdem eines der wichtigsten Veranstaltungen für die zeitgenössische Vokalmusik initiiert.
Im Video beweisen Amarcord, wozu sie mit ihren Stimmen in der Lage sind.


(Bild: Screenshot youtube.de)

HTWK-Orchester sucht Streicher


htwk-orchester
Seit neuestem hat die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig (HTWK) neben einem Chor auch ein eigenes Orchester.

Unter der musikalischen Leitung von Dr. Barbara Rucha (Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig) sollen ab diesem Monat die ersten Proben stattfinden. Um ein niveauvolles Repertoire zwischen Klassik und Bigband-Sound spielen zu können, werden momentan besonders Streichinstrumente noch dringend gesucht. Ein HTWK-Bezug der Musiker ist zwar wünschenswert, aber kein Auswahlkriterium.

Die Proben finden ab dem 13. Mai 2013 montags von 20.00 – 21.30 statt.
Der Proberaum ist im Föpplbau F307, in der Kochstraße 85.

Wenn ihr die Entstehung eines neuen Orchesters aktiv mitgestalten wollt, dann meldet Euch per Email an:

orchester@htwk-leipzig.de oder direkt an Frau Dr. Rucha: barbara@rucha.de

Habt Ihr Freunde, die das interessieren würde? Dann erzählt es weiter!

Künstler, auf die Barrikaden!

The-Show...The-Rehearsal

Der Auftritt ist ja wohl nur die sichtbare Spitze des Eisbergs – was sich unter Wasser befindet, sind die vielen ungezählten Stunden, die Künstler mit Proben beschäftigt sind und vor dem Publikum und Veranstaltern meist verborgen bleiben. Das Titelbild bringt für uns die Situation vieler Künstler auf den Punkt, die sich mit lächerlich geringen Gagen sprichwörtlich “über Wasser” halten müssen.

Wie ernst für viele Künstler die derzeitige Entwicklung im Kulturbetrieb ist, zeigte sich erst vorgestern in Berlin, wo Theaterstudenten aus Protest eine ganze Bühne des Maxim Gorki Theaters besetzten (Link), da sie für ihre Festivalbeiträge nicht einmal eine Aufwandsentschädigung erhielten. Die Wut über derartige Verhältnisse drückt sich zunehmend auch in Facebook-Seiten wie “Die traurigsten & unverschämtesten Künstler-Gagen & Auditionerlebnisse” (Link) aus. Hier werden neben sittenwidrigen Gagenvereinbarungen auch Verhaltenskodizes für Gagenverhandlungen festgeschrieben.

Was die Theaterstudenten auf die Barrikaden treibt, dürfte auch für professionelle Musiker nicht neu sein. Was sind Eure Erfahrungen und Eure schlimmsten Gagenerlebnisse? Schreibt uns unten in den Kommentaren!

Neues Video von Duo Stiehler/Lucaciu

Die beiden Leipziger Jazz-Enthusiasten Stiehler und Lucaciu haben mal wieder die Puppen tanzen lassen und einen wundervoll verträumten Videoclip entstehen lassen. Fast wie in einem Harlem-Shake-Video entwickelt sich auf einer Theaterbühne plötzlich eine schrill-bunte Partyszene mit bizarren Gestalten. Das passt aber auch bestens zur Musik: Denn hat man erstmal das kakophone Intro überstanden, fällt es einem nicht schwer, sich von dem treibenden Groove Sascha Stiehlers mitnehmen zu lassen. Getragen wird der sonderbare Titel “Dau dubba dubba dibby däy” von einem Saxofon-Thema, das von Antonio Lucaciu so lässig gespielt wird, dass es einen nicht mehr so schnell los lässt.

Die Jungs verstehen eben ihr Handwerk und gehören nicht ohne Grund zu den besten Musikern, die die Messestadt zu bieten hat. Wir hoffen, dass wir noch viel von den Beiden hören werden.

Webseite mit Infos und Tourdaten: http://www.stiehler-lucaciu.de/

Instrumente auf dem Flohmarkt

Am letzten Wochenende jeden Monats ist Flohmarkt-Zeit in Markkleeberg bei Leipzig. Der Trödelmarkt gehört zweifellos zu den größten seiner Art in ganz Deutschland. Händler kommen nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet sondern sogar aus dem osteuropäischen Ausland um antike Schätze aus slavischen Bauernhäusern zu verkaufen. Immer wieder entdeckt man auch gut erhaltene Musikinstrumente, wobei man mit etwas Glück das ein oder andere Schnäppchen machen kann. In Halle 1 ist regelmäßig ein Händler aus der Nähe von Bremen dabei, der sich auf den An- und Verkauf professioneller Musikinstrumente spezialisiert hat. Vom Cello bis zur Tuba findet man bei ihm so gut wie jedes klassische Instrument in allen Preisklassen.

Falls ihr gerade Instrumente sucht oder verkaufen wollt, dann schaut doch mal vorbei, am Wochenende 30.und 31. März.

Telefonnummer des Händlers: Hans-Jürgen Allwardt, 04238/1382

Mit dem Essen spielt man doch!

“Mit dem Essen spielt man nicht” – glücklicherweise gibt es Musiker, die sich daran nicht so gerne halten und stattdessen verrückteste Dinge mit ihrem Gemüse anstellen. So hat der New Yorker Künstler j.viewz (u. a. Grammy-Gewinner) einige Auberginen, Karotten und Pilze mit Plattenspieler und Keyboard verbunden und damit “Teardrop” von Massive Attack ganz neu interpretiert:

Natürlich kann man das auch noch auf die Spitze treiben und ganze Instrumente aus Gemüse basteln. So hat sich in Wien vor einigen Jahren ein Gemüse-Orchester gegründet und mittlerweile bereits drei Alben veröffentlicht. Wie das funktioniert und klingt, lässt sich in mehreren Reportagen bei Youtube ansehen. Und in China treten Gemüse-Musiker auch schon in Talent-Shows auf:

Titelbild von http://www.greendiary.com/vegetable-orchestra-unusual-musical-instruments-to-rock-you.html

Tuttisolo.de tanzt den Harlem Shake

Nach dem Gangnam Style hat das Internet einen neuen Hype gefunden: Kollektiven Kontrollverlust, den „Harlem Shake“. Das Rezept ist simpel: 30 Sekunden, dazu der immer gleiche Song. Mehrere Menschen stehen oder sitzen passiv herum; nur einer tanzt und wackelt auf der Stelle. Nach 15 Sekunden ein Schnitt, und plötzlich zappeln alle, tanzen auf den Stühlen, tragen verrückte Kostüme und rasten aus. Der Trend startete Anfang Februar mit der ersten Harlem Shake-Version, heute sind bei Youtube bereits über 250.000 Clips online.

Mittlerweile lässt sich außerdem jede beliebige Website zum Harlem Shake animieren: Einfach beim Harlem Shake Maker die Internetadresse eingeben, und schon dreht die Seite ungehemmt frei. Einfach mal ausprobieren – bei den meisten Adressen funktioniert der Maker erstaunlich gut.

Natürlich ist auch unsere Seite tuttisolo.de nicht zu stoppen und tanzt nun manchmal heimlich den Harlem Shake.

Abschließend außerdem noch ein Clip, der ein wenig aus der Reihe fällt und einmal mehr zeigt: Nicht nur Menschen können den Harlem Shake.

Titelfoto von http://techcrunch.com/2013/02/18/what-is-the-harlem-shake-so-popular/

Surftip: Musikalisches Gehör Testen

Auf der Internet-Seite www.tonometric.com kann man seine Gehörqualitäten heraus-fordern. Die vier Tests wurden entwickelt, um in einem wissenschaftlichen Projekt bei den Probanden “Tone Deafness” festzustellen, also die Unfähigkeit, Töne zu unterscheiden. Auch Musiker, bei denen es von Berufswegen auf ein gutes Gehör ankommt, können hier ihre Fähigkeiten testen. Wir haben es ausprobiert und mit unserem Sportsgeist Wetten um das beste Gehör abgeschlossen.

Bei der Variante Adaptive Pitch ist das Prinzip recht einfach: Man bekommt hintereinander zwei kurze Töne zu hören und muss mittels der Pfeil-hoch/Pfeil-runter-Buttons entscheiden, ob der zweite Ton höher oder eben tiefer war als der erste. Wenn`s knifflig wird, hat man die Möglichkeit, auf den Replay-Knopf zu drücken. Die Tonunterschiede werden dabei immer geringer und zum Ende hat man wirklich Probleme, noch Unterschiede zu hören. Wir haben`s hier im Büro immerhin auf einen respektablen Wert von 2,4 Hz Unterschied zwischen den Tönen gebracht. Bei der Auswertung wurde das mit sehr gut bewertet. Probiert`s doch mal aus: How low can you go?